Startklar für die Zukunft

Kluge steuert Berliner Sanierungs-Großprojekt sicher auf die Zielgerade

Wo einst Flugzeuge rollten und Reisende aus aller Welt an- und abreisten, entsteht eines der ehrgeizigsten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Berlin TXL – The Urban Tech Republic: Die riesige Fläche des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel ist über 500 Hektar groß und liegt im Nordwesten der Hauptstadt. In dem ehemaligen Terminal A+B und umliegend entsteht auf ca. 200 Hektar ein europäisches Zentrum für Innovation, Wissenschaft und grüne Technologien. Kluge, unser Experte in der Sanierung von Bestandsobjekten, bekam den Großauftrag, das Terminalgebäude A von Schadstoffen und Altlasten zu befreien. Bauherr dieses Projektes ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Berlin.

Das denkmalgeschützte Terminal A des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel „Otto Lilienthal“ (TXL) ist ein zentraler Bestandteil des Entwicklungsprojektes. Doch bevor der Traum von smarter Stadt, grüner Energie und urbaner Mobilität Realität werden kann, dürfen keine gesundheitsgefährdenden Materialien mehr vorhanden sein: Schadstoffe und Altlasten aus den letzten Jahrzehnten. Der alte Flughafen ist Geschichte. Doch in seinem Schatten beginnt ein neues Kapitel. Und es beginnt, wie so oft, mit Arbeit, die kaum einer sieht.

Fundament für die Zukunft

Damit dieses Projekt erfolgreich in die nächste Bauphase übergeben werden kann, legt Kluge die Basis für die weiteren komplexen Umbau- und damit verbundenen Umnutzungsarbeiten. Mit qualifiziertem Personal, leistungsfähiger Sanierungstechnik und modernster Sicherheitstechnik wird das Fundament für Neues geschaffen.

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Voller Tatendrang: Das Kluge-Team im Einsatz beim Großprojekt in Berlin.

 

Ein Projekt mit Symbolkraft

Mit einer geplanten Bauzeit von 15 Monaten übernahm Kluge im Februar 2024 die anspruchsvolle Aufgabe der Schadstoffsanierung im Terminal A – einem zweigeschossigen, sechseckigen Ringgebäude mit rund 750 Metern Umfang und etwa 26 Metern Querschnittsbreite. Das zwischen 1969 und 1972 errichtete Gebäude wurde in Stahlbeton-Skelettbauweise auf einem massiven Kellergeschoss ausgeführt und entspricht damit einem Bauwerk, welches potentiell eine Vielzahl schadstoffhaltiger Materialien in unterschiedlichsten Einbauweisen beinhaltet.

Im Mittelpunkt der Arbeiten stand die fachgerechte Entfernung gesundheitsgefährdender Stoffe, wie Asbest, künstlicher Mineralfasern (KMF) und Schwermetallen, die in zahlreichen Bauteilen des Terminals Verwendung fanden. In Deutschland ist die Herstellung und die Verwendung von Asbest sowie asbesthaltigen Produkten seit 1993 verboten. In der Vergangenheit wurde dieser Schadstoff wegen seiner praktischen Eigenschaften, wie Hitzebeständigkeit, Zugfestigkeit und Isolierfähigkeit häufig in Gebäuden und technischen Anlagen verbaut bzw. eingesetzt. Eine der zentralen Aufgabenstellungen bei diesem Projekt war die Entfernung asbesthaltiger Mörtelfüllungen, die beim Bau zur Schließung von Fehlstellen an Stahlbetonbauteilen eingesetzt wurden. Zur Bearbeitung der belasteten Betonoberflächen kamen spezielle Stahlkies-Strahl- und Recyclinganlagen zum Einsatz – auf einer Gesamtfläche von rund 70.000 Quadratmetern. Während der Hauptphase des Projekts arbeiteten drei Strahlanlagenstränge parallel, um die enormen Flächen effizient zu bearbeiten. Bis zu 80 Fachkräfte von Kluge waren hierfür sechs Tage pro Woche im Einsatz – ein eindrucksvoller Kraftakt, der Präzision, Logistik und höchste Sicherheitsstandards miteinander vereinte.

Sicherheit geht vor

Beim Betreten der Baustelle wird deutlich: Hier gelten andere Regeln und an diesem Ort ist höchste Vorsicht geboten. Denn die Arbeiten, die hier täglich ausgeführt werden, erfordern nicht nur technisches Know-how, sie verlangen auch ein kompromissloses Verständnis für Sicherheitsstandards beim Umgang mit Schadstoffen. Hierbei spielen der Arbeitsschutz der Mitarbeiter und der Umgebungsschutz eine entscheidende Rolle. Die Arbeiten unterliegen einem mit der zuständigen Arbeitsschutzbehörde sensibel abgestimmten Arbeits- und Sicherheitsplan, welcher sich auf die allgemeingültigen technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) bezieht. Jeder Mitarbeiter erhält eine individuelle Einweisung und regelmäßige Sicherheitsunterweisungen sind Pflicht. Dieser Prozess schützt nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Umwelt, denn ein unbeabsichtigter Eintrag von Schadstoffen außerhalb des gesicherten Schwarzbereichs muss unter allen Umständen verhindert werden.

Am Ende steht nicht nur ein weiterer Baufortschritt – sondern der Beweis, dass Sicherheit und Produktivität kein Widerspruch sind. Nach 15 Monaten voller Herausforderungen, Fortschritte und Teamgeist blickt Kluge mit Stolz auf ein erfolgreiches Sanierungsprojekt am ehemaligen Terminal A. Durch das Zusammen-spiel modernster Technik und dem professionellen Einsatz der Mitarbeiter gelingt es, dieses hochkomplexe Bauvorhaben erfolgreich umzusetzen und in die nächste Bauphase zu übergeben.

Was mit einer Vision begann, wird Schritt für Schritt Realität – dank Kluge ist ein wichtiger Meilenstein hin zu einer innovativen, nachhaltigen Zukunft am ehemaligen Flughafen Berlin-Tegel erreicht!

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